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Fluorid ist ein essentielles Spurenelement, ohne dieses Spurenelement könnte der menschliche Organismus in dieser Form nicht existieren. Fluorid ist ein natürlicher Rohstoff und ist nicht mit dem hochgiftigen „Fluor“, welches ein gasförmiger Stoff ist, zu verwechseln!

Fluoride binden sich an Calcium und lagern dieses während der Zahnentwicklung in die sich bildende Zahnhartsubstanz ein. Derselbe Vorgang findet auch nach Säureangriffen auf die Zahnoberfläche statt, als deren Folge eine Entkalkung („Demineralisation“) des Zahnschmelzes entsteht. Fluoride binden sich an Calcium aus dem Speichel. Dieses Calcium wird entweder in die demineralisierten Bereiche eingelagert („Remineralisation“) oder verbleibt als Calciumfluorid-Deckschicht an der Oberfläche und schützt den Zahn vor weiteren Demineralisationen.

Fluoride beschleunigen somit die Remineralisation und verringern die Demineralisation, wodurch eine Karies- und Erosiosprophylaktische Wirkung erzielt wird.

Fluoridierungsmaßnahmen bei Kindern

Die Gabe von Fluoridtabletten ist eine bewährte Form der individuellen Fluoridprophylaxe, insbesondere bei Kleinkindern. Sie sind exakt dosierbar und somit auf die individuelle Situation genau abzustimmen, damit keine Überfluoridierung („Dentalfluorose“) entstehen kann! Diese so genannte Dentalfluorose wird erst bei den bleibenden Zähnen sichtbar. Sie äußert sich durch weißlich, kreidige Flecken / Linien und ist irreversibel. Die Dentalfluorose kann in den ersten 7-9 Lebensjahren in der Schmelzbildungsphase entstehen, wenn mehr als 0,1 mg Fluorid pro kg Körpergewicht aufgenommen wird.

Fluoridtabletten werden meistens bis zum 2. Lebensjahr vom Kinderarzt verordnet, allerdings nicht in Kombination mit fluoridiertem Speisesalz oder Trinkwasser. Die Kosten hierfür trägt bis zum 12. Lebensjahr die Krankenkasse.

Fluoridtabletten sind entweder als Monopräparate (d.h. es ist nur ein Wirkstoff enthalten, nämlich Fluorid) oder als Kombipräparat (d.h. Fluorid + Vitamin D) erhältlich. Die Kombipräparate enthalten alle 0,25 mg Fluorid pro Tablette. Die Monopräparate enthalten entweder 0,25 mg, 0,5 mg oder 1,0 mg Fluorid pro Tablette.

Um eine Überfluoridierung zu vermeiden, stellen wir hier mögliche Fluoridkombinationen vor.

Fluoride beim Kleinkind 0-3 Jahre:

  • Fluoridtabletten (altersgerecht dosiert) + fluoridfreie Kinderzahnpasta oder
  • Fluoridhaltige Kinderzahnpasta (500 ppm)

Fluoride beim Kindergartenkind 3-6 Jahre:

  • Fluoridtabletten + fluoridhaltige Kinderzahnpasta (500 ppm ) oder
  • Fluoridhaltige Kinderzahnpasta (500 ppm) + Fluoridsalz

Fluoride beim Schulkind ab 6 Jahre:

  • fluoridhaltige Zahnpasta 1000-1450 ppm + Fluoridsalz
  • bei erhöhtem Kariesrisiko zusätzlich Elmex Gelee

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